Riba sorgt für Hoffnung in der Pflege
veröffentlicht am 21. Jun, 2012 by Felix in News
Die Japaner sind bekannt für ihren Einfallsreichtum und für die Versiertheit, was Technik und Elektronik angeht. Seit geraumer Zeit bauen sie Roboter für alle möglichen Zwecke. Riba nennt sich beispielsweise ein Roboter, welcher von japanischen Entwicklern von Robotertechnik für die Pflegebranche produziert wird. Ein solcher Roboter könnte das Personal in der Altenpflege stark entlasten. Natürlich kann Riba sich nicht vollkommen allein um die Pflegebedürftigen kümmern oder eine 24h Seniorenbetreuung gewährleisten. Jedoch bietet er eine gelungene Unterstützung der meist weiblichen Pfleger. Riba hebt beispielsweise gestürzte Senioren vom Boden auf, kann sie in den Rollstuhl setzen oder sie auch vom Rollstuhl ins Bett und umgekehrt transferieren.
Das schaffen die Pfleger im Altenheim meist nicht alleine. Riba ist jedoch relativ langsam, dafür aber sehr präzise und behutsam. Ebenso verfügt der Roboter über eine Sprachsteuerung. So kann er zum Beispiel mittels akustischem Signal gestoppt werden. Ebenso grüßt er, wenn man ihm einen guten Tag wünscht oder sich verabschiedet. Auch ein Handschlag gehört zum Portfolio der gespeicherten Aktionen. Die Entwickler legen sehr viel Wert darauf, dass Riba so menschlich und freundlich wie möglich wirkt, damit die Senioren nicht zu sehr verwirrt sind und dem Roboter Vertrauen schenken können. Das drückt auch sein freundliches Gesicht aus. Ein lächelnder Mund schafft eine positive Einstellung. Ebenso kann der Roboter einer festgelegten Route folgen und so automatisch von einem Raum in den nächsten fahren. Dazu sind lediglich kleine Einstellungen mittels eines Touchscreens auf Ribas Rücken vorzunehmen. Der Pfleger steuert den Roboter durch die eingebauten Berührungssensoren. Daneben verhindern diese, dass Riba den Pflegebedürftigen verletzt.
Im Großen und Ganzen wird es wohl noch einige Zeit dauern, bis Riba für den täglichen Gebrauch im Seniorenheim oder Altenheim tauglich ist. Weitere Aktionen wären durchaus wünschenswert und würden den Roboter noch wertvoller für die Einrichtungen machen. Beispielsweise könnte er dem Pflegepersonal beim Reinigen helfen. Zudem ist es zu bezweifeln, dass die Altersheime sich diese Hilfe leisten können. Günstig wird Riba nicht zu erwerben sein. Ein weiterer Nachteil ist, dass der elektronische Pfleger relativ viel Platz benötigt. Da in den deutschen Seniorenheimen jedoch vorwiegend Platzmangel herrscht, kann sich schnell als Problem herausstellen. Die Idee jedoch ist durchaus gelungen und funktioniert. Darum gilt es, weiterhin ein Auge auf die Entwicklungen der japanischen Hersteller zu werfen. Trotzdem sollte man sich nicht auf das Allheilmittel Roboter verlassen und weiter nach anderen Alternativen suchen, um die Bedrohung durch den Mangel an Pflegepersonal in den Griff zu bekommen.
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