Neues Konzept gegen den Fachkräftemangel in der Altenpflege
veröffentlicht am 25. Jun, 2012 by Felix in News
Langsam aber sicher wird die Luft für Senioren immer dünner, die im Alter Pflege benötigen. Freie Plätze im Altenheim sind seltener denn je und das Pflegepersonal wir ebenso immer rarer. Die Politik sieht Handlungsbedarf und so stellt die SPD-Fraktion ein Konzept vor, was die Unternehmen der Altenpflege-Branche dazu motivieren soll, mehr Fachpersonal auszubilden. Künftig sollen die Unternehmen in einen Umlagetopf einzahlen. Wer junge Menschen ausbildet, kann beantragen, das Geld zurück zu bekommen. Die Zahlungen in den Umlagentopf sollen laut Vorschlag die Höhe des Gehaltes eines Auszubildenden haben.
Die Frage, welche sich aus diesem Konzept ergibt, ist die folgende: Sind die Unternehmen nicht gewillt, junge Menschen auszubilden, oder liegt es an den jungen Menschen selbst? Das Problem, dass keine Fachkräfte vorhanden sind, rührt zumindest teilweise ebenso vom Image der Branche her. Es ist also zu bedenken, dass Unternehmen, die zum Teil gar keine Bewerber haben, mit diesem Konzept bestraft werden. Wer keinen Zugang zu neuem Pflegepersonal hat, muss sich folglich darum kümmern, dass junge Leute sich bewerben. In ländlichen Gegenden, in denen die Menschen nach der Schule wegziehen, kann diese Reform ernste Probleme auslösen, da das Geld, welches verloren geht, wirklich gebraucht wird. So könnte genau das Gegenteil eintreten. Nämlich, dass Mitarbeiter entlassen werden müssen, da kein Geld für ihren Lohn vorhanden ist.
Die Alternative zum Pflegeheim, die häusliche Altenpflege, kann somit immer mehr zu einer sich rentierenden Option werden. Die eingesparten Kosten sind ein klarer Vorteil für die Pflegebedürftigen. Viele Senioren haben keine sonderlich hohe Rente und die Leistungen der Pflegekassen werden vor dem Hintergrund der Staatsverschuldung abnehmen.
Man sollte also aufpassen, dass man die Branche und die Altenheime nicht zusätzlich schwächt. Sinkende Zahlen beim Pflegepersonal und steigende Zahlen bei den Pflegebedürftigen bringen die Altenpflege-Branche in starke Probleme. In der Seniorenbetreuung wird es bis 2020 eine Lücke von einer viertel Million fehlenden Pflegern geben. Das prognostiziert der Bundesverband für soziale private Dienste. Das stellt die Altenpflege in den kommen Jahren auf die Probe. Es ist also höchste Zeit, diesem Trend entgegenzuwirken. Jedoch sollte man die Lösungsvorschläge bis zum Schluss durchdenken. Andernfalls kann es passieren, dass man die gesteckten Ziele verfehlt oder, im schlimmsten Fall, die Situation weiter verschlechtert.
Die 24 Stunden Altenpflege sollte für Senioren bezahlbar bleiben. Die Altersarmut wird in naher Zukunft ein heikles Thema werden und die Politik vor eine große Aufgabe stellen. Wer davon betroffen ist, kann sich bei der Pflegeberatung Tipps und Tricks zur 24 Stunden Seniorenbetreuung holen.
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