Schülerprojekt startet zum Weltpflegetag
veröffentlicht am 21. Mai, 2012 by Felix in News
Ein Schülerprojekt namens “Schulnetzwerk Altenpflege” feierte seine Geburtsstunde am 11. Mai 2012. Pünktlich zum weltweiten Tag der Pflege (12. Mai) hatten Schüler die Möglichkeit, sich über den immer wichtiger werdenden Berufszweig der Altenpflege zu informieren. Unzählige Schüler fanden sich in den Pflegeeinrichtungen ein, um direkt einen Eindruck von der Situation rund um den Beruf des Altenpflegers zu bekommen. Die Leiter der Seniorenheime nahmen sich Zeit und eröffneten teilweise kleine Diskussionsrunden mit Bewohnern, Schülern, Jugendlichen und dem Pflegepersonal. Für einige der Gäste festigte sich der Berufswunsch des Altenpflegers oder der Altenpflegerin. Primär geht es im Pflegeheim darum, den Bewohnern ein schönes Leben zu bieten und nicht das Essen zu reichen oder sie zu waschen. Ob Theorie und Praxis übereinstimmen, können die Schüler bei einem Praktikum in einer der Einrichtungen herausfinden.
Eines steht jedoch fest, die Pflegeheime werden immer moderner, nicht nur was die Ausstattung anbelangt. Ebenso folgt der Tagesablauf schon lange keinem festen Schema mehr. Die Senioren sind frei in ihrer Tagesplanung was beispielsweise Essen und Aufstehen angeht. Jedoch ist das nicht in allen Einrichtungen möglich. Im Bereich der Krankenpflege ist dies schwer zu gewährleisten, da viele der Pflegebedürftigen bettlägerig sind oder sich nicht allein waschen können. Ebenso verhält es sich in Pflegeheimen für geistig oder körperlich behinderte Menschen. Hier muss der Pflegedienst die Bewohner permanent beaufsichtigen. Das Leben, wie im großen Wohnheim für Senioren, die am Nachmittag zusammen im grünen Garten Schach spielen, gibt es wohl wirklich nur in Einrichtungen, in denen die Senioren relativ selbstständig und unternehmungslustig sind. In solchen Fällen bietet sich jedoch die häusliche Pflege an, bei der das Pflegepersonal ein bis drei Mal am Tag zu den Senioren nach Hause kommt und nach ihnen sieht. Das ist die wesentlich günstigere Variante.
Die Initiative versucht dem Arbeitskräftemangel in der Branche der Pflege entgegen zu wirken. Altenpfleger oder -pflegerin ist kein Berufswunsch, den viele Jugendliche an deutschen Schulen hegen. Ein physisch und psychisch anstrengender Job, der zudem vielerorts nicht besonders gut bezahlt wird. So ist der Job im Altenheim vorwiegend in den Köpfen der Menschen verankert. Klar, dass es dabei schwer fällt, genügend Nachwuchskräfte für die Kranken- und Altenpflege zu gewinnen. In vielen Einrichtungen in Deutschland ist das Pflegepersonal stark überlastet. Zudem fällt der Zivildienst weg, der teilweise für sehr viel Entlastung sorgte. Ein Plus für junge Mütter sind die sehr variablen Arbeitszeiten in der Altenpflege. Durch das Schichtsystem ist es möglich, viel Zeit mit dem eigenen Kind zu verbringen.
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