Pflege mit ausländischem Personal
veröffentlicht am 25. Mai, 2012 by Felix in News
Der demografische Wandel schritt in den vergangenen Jahren immer weiter voran. Die Bevölkerung wird in großen Teilen Deutschlands immer älter. Daraus ergaben sich in der jungen Vergangenheit zusehends Probleme. Die Pflegebranche hat mit einem Fachkräftemangel zu kämpfen. Egal ob häuslicher Pflegedienst, oder stationäre Altenpflege, das Pflegepersonal sieht sich zu vielen Pflegebedürftigen gegenüber und ist so teilweise sehr stark überlastet. Mittlerweile ist der Bundesregierung diese bedrohliche Tendenz bekannt. Um Abhilfe zu schaffen will Gesundheitsminister Bahr die Normen für zuziehendes Pflegepersonal aus dem Ausland lockern. Den Zuwanderern soll somit die Arbeit in Deutschland schmackhaft und lukrativer gemacht werden. Da sich die Lage in den kommenden Jahren kaum entspannen wird, soll diese Lockerung längerfristig für eine Zuwanderung der Arbeitskräfte beispielsweise aus Osteuropa sorgen. Solange die Lücke an Pflegepersonal nicht durch in Deutschland ausgebildetes Personal geschlossen wird, müssen die Verantwortlichen im Pflegeheim oder Altersheim auf zugewanderte Arbeiter zurückgreifen.
Die Zuwanderung erleichtern soll ein Gesetzesentwurf, der vorsieht, das Mindesteinkommen für Zuwanderer von ca. 65.000 Euro auf 45.000 Euro herabzusetzen. Dennoch sei dies nicht ausreichend, meinte Bahr, und fordert, die Schranken weiter zu lockern.
Durch den Fachkräftemangel wird die Pflege im Alter natürlich immer teurer. Viele alte Menschen können sich trotz Unterstützung durch den Staat kaum einen Pflegeplatz leisten. Haushaltshilfen sind sehr teuer. Vorteilhaft ist da, dass mit der Gesetzesreform ebenfalls für verwirrte Senioren eine finanzielle Unterstützung gewährt wird. Bislang wird dieser Umstand bei einer Beurteilung zur Pflegestufe nicht beachtet.
Wer eine Alternative zum Pflegeheim sucht, kann sich bei der Pflegevermittlung danach erkundigen. Die oftmals günstigere häusliche Pflege wird von vielen Pflegebedürftigen gern beansprucht. Hier kommt der Pflegedienst nur zwei bis drei Mal am Tag in die Wohnung des Bedürftigen. Dass dies keine 24 Stunden Seniorenpflege ist, spiegelt sich auch im Preis wieder. Ca. 1.500 Euro kostet eine solche häusliche Altenpflege. Für viele Senioren ist diese teilweise Unterstützung vollkommen ausreichend, weil sie größtenteils noch von den eigenen Verwandten betreut werden. Für die nötigsten Dinge des Alltags reichen zwei bis drei kurze Besuche der Arbeitskräfte meist aus.
Die Idee, dafür Personal aus dem Ausland zu gewinnen, ist keine schlechte. Schließlich fehlen in Deutschland ca. 30.000 Fachkräfte in der Pflegebranche. Nur mit Initiativen, die Schulabgängern die Branche schmackhaft machen, kommt man in kurzer Zeit nicht weit. Altenpfleger ist nicht der gängige Traumberuf eines Realschülers oder Abiturienten, zumal letztere nach einem abgeschlossenen Studium meist ebenso andere Berufswünsche haben, als eine Pflegerin bzw. ein Pfleger im Altenheim zu sein.
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