Mehrgenerationenhäuser – Alternative zum Altersheim

veröffentlicht am 18. Mai, 2012 by in News

Vor dem Hintergrund der drohenden Altersarmut wird es für viele der zukünftigen Rentner und Senioren ein zunehmendes Problem geben: Die Unbezahlbarkeit der Altenpflege. Steigende Zahlen bei den Senioren und sinkende Zahlen bei den Angestellten in der Pflegebranche lassen nur den Schluss zu, dass professionelle Pflege im Altersheim oder Pflegeheim zukünftig immer teurer wird. Deshalb werden immer wieder neue Modelle ausprobiert, die eine Alternative zum Altenheim bieten sollen. Eine recht erfolgreiche Variante ist dabei das Mehrgenerationenhaus. Hier wohnen und treffen sich Menschen verschiedensten Alters. Ob Jugendliche, Kinder, Arbeitstätige, die mitten im Leben stehen oder Senioren, jeder ist willkommen. So wird nicht nur der Vereinsamung im Alter entgegengewirkt, ebenfalls wird der Generationskonflikt auf eine Art und Weise gelöst, die recht sinnvoll ist. Die unterschiedlich alten Menschen müssen lernen, miteinander zurecht zu kommen, die Wünsche und Vorlieben des jeweils anderen zu akzeptieren und Kompromisse zu schließen. Das lernt man am besten, wenn man zusammen wohnt und lebt.

Sicherlich haben viele Menschen damit in der ersten Zeit Probleme, seien es die Jugendlichen, die eher aktiv sind und Spaß haben wollen oder die Senioren, die eher das ruhige Leben bevorzugen. Man lernt sich gegenseitig kennen, zu respektieren und zu akzeptieren. Das zeigen die vielen guten Beispiele an Mehrgenerationenhäusern in Deutschland. Zudem würde der Pflegedienst entlastet werden, weil auch die Nachbarn einmal nach der “Oma von nebenan” sehen können und nicht jedes Mal das Pflegepersonal kommen muss. Das spart zudem bares Geld. Neben dem finanziellen Aspekt sprechen auch andere Dinge für die Mehrgenerationenhäuser. Beispielsweise lernt man neue Freunde kennen oder lernt Dinge voneinander. Jugendliche lernen von den Senioren beispielsweise Wichtiges für das spätere Leben und die Senioren ihrerseits lernen die Jugend von heute zu verstehen und bleiben auf dem Laufenden. Zudem wird durch den permanenten Kontakt zwischen den Generationen der Prozess des geistigen Alterns deutlich verlangsamt. Nicht zuletzt steht natürlich ebenfalls der Spaß auf der Tagesordnung. Im offenen Treff der Mehrgenerationenhäuser wird zusammen gegessen, gespielt und gelebt.

Ein solches Konzept funktioniert natürlich nur, wenn die Senioren noch aktiv am Leben teilnehmen können und nicht auf permanente Aufsicht oder Pflege angewiesen sind. Selbstverständlich ist es möglich, dass ab und an die Tagespflege zu Besuch kommt und sich um das Wichtigste kümmert. Dennoch ist es bei einer 24 Stunden Seniorenpflege selten für die Pflegebedürftigen möglich, allein zu wohnen oder allein eine solche Begegnungsstätte zu besuchen. Für fitte Senioren ist diese Alternative zum betreuten Wohnen jedoch sehr empfehlenswert, wenn es darum geht, im Alter Spaß zu haben und auch fit zu bleiben.

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