Betreutes Wohnen – Eine Alternative zum Pflegeheim?
veröffentlicht am 11. Mai, 2012 by Felix in News
Viele Senioren haben Angst davor, einmal ein Pflegefall zu werden. Der Gedanke an die Hilflosigkeit macht dem Großteil der Gefährdeten zu schaffen. Ist es erst einmal soweit, wirft das im ersten Moment viele Fragen auf, auf die es so schnell keine Antwort gibt. Allein die Frage nach der richtigen Seniorenbetreuung will gut überlegt sein. Soll es die 24 Stunden Seniorenbetreuung im Pflegeheim sein oder vielleicht doch die häusliche Altenpflege? In den vergangenen Jahren versuchte sich zunehmend eine Zwischenlösung dieser beiden Extreme zu etablieren. Bei dieser Form des betreuten Wohnens können sich die Pflegebedürftigen das Leben in einer eigenen Wohnung erhalten und im Bedarfsfall dazu die Pflege beanspruchen. In der Nähe der dafür speziell ausgestatteten Objekte befindet sich meist ein Pflegedienst oder ähnliches, damit die Senioren zeitnah versorgt werden können und die Fahrtwege nicht zu lang sind.
Auf diesem Weg können die Senioren die Verantwortung für sich selbst tragen und das Risiko eines Notfalls reduziert sich durch die Nähe des Pflegedienstes. Ein weiterer Vorteil dieser Alternative zum Pflegeheim ist, dass in diesen Objekten ausschließlich Senioren wohnen und keine Jugendlichen, die permanent Partys veranstalten oder bis spät in die Nacht laut fernsehen. Sind die Senioren unter sich, heißt das zwar noch nicht, dass es zwischen den Nachbarn keinen Streit gibt, dennoch sollten aufgrund des ähnlichen Alters mehr gemeinsame Interessen bestehen, als in normalen Wohngebäuden.
Selbstverständlich ist diese Lösung nicht für jedermann geeignet. Ist der Pflegebedürftige bettlägerig oder an den Rollstuhl gefesselt, ist der Alltag von ihm allein nur selten zu bewältigen. Im ersten Fall sollte man ernsthaft über eine stationäre Pflege im Pflegeheim nachdenken. Im zweiten Fall kann es, je nach körperlicher Befindlichkeit des Betroffenen, schon ausreichen, einen Pflegedienst für die häusliche Pflege zu beauftragen. Junge Rollstuhlfahrer können sich teilweise sehr gut selbst versorgen und benötigen für den Alltag keine Hilfe. Lässt jedoch im Alter die Kraft nach, ist es von Vorteil, eine helfende Hand an der Seite zu haben.
Bei der Suche nach einem Objekt für das betreute Wohnen sollte man Schritt für Schritt vorgehen. Zunächst gilt es, sich zu informieren, wo im Umkreis solche Wohneinrichtungen zu finden sind. Als zweiten Schritt sollte man diese besichtigen und schauen, welche einem am besten gefallen. Danach werden die Angebote verglichen und das Beste ausgesucht. Jetzt gilt es nur noch, den Mietvertrag zu unterschreiben. Dabei ist darauf zu achten, dass es neben dem Mietvertrag auch einen Betreuungsvertag gibt, welcher mit dem Träger der Seniorenbetreuung geschlossen wird.
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