Pflege mit ausländischem Personal

veröffentlicht am 25. Mai, 2012 by in News

Der demografische Wandel schritt in den vergangenen Jahren immer weiter voran. Die Bevölkerung wird in großen Teilen Deutschlands immer älter. Daraus ergaben sich in der jungen Vergangenheit zusehends Probleme. Die Pflegebranche hat mit einem Fachkräftemangel zu kämpfen. Egal ob häuslicher Pflegedienst, oder stationäre Altenpflege, das Pflegepersonal sieht sich zu vielen Pflegebedürftigen gegenüber und ist so teilweise sehr stark überlastet. Mittlerweile ist der Bundesregierung diese bedrohliche Tendenz bekannt. Um Abhilfe zu schaffen will Gesundheitsminister Bahr die Normen für zuziehendes Pflegepersonal aus dem Ausland lockern. Den Zuwanderern soll somit die Arbeit in Deutschland schmackhaft und lukrativer gemacht werden. Da sich die Lage in den kommenden Jahren kaum entspannen wird, soll diese Lockerung längerfristig für eine Zuwanderung der Arbeitskräfte beispielsweise aus Osteuropa sorgen. Solange die Lücke an Pflegepersonal nicht durch in Deutschland ausgebildetes Personal geschlossen wird, müssen die Verantwortlichen im Pflegeheim oder Altersheim auf zugewanderte Arbeiter zurückgreifen.

Die Zuwanderung erleichtern soll ein Gesetzesentwurf, der vorsieht, das Mindesteinkommen für Zuwanderer von ca. 65.000 Euro auf 45.000 Euro herabzusetzen. Dennoch sei dies nicht ausreichend, meinte Bahr, und fordert, die Schranken weiter zu lockern.

Durch den Fachkräftemangel wird die Pflege im Alter natürlich immer teurer. Viele alte Menschen können sich trotz Unterstützung durch den Staat kaum einen Pflegeplatz leisten. Haushaltshilfen sind sehr teuer. Vorteilhaft ist da, dass mit der Gesetzesreform ebenfalls für verwirrte Senioren eine finanzielle Unterstützung gewährt wird. Bislang wird dieser Umstand bei einer Beurteilung zur Pflegestufe nicht beachtet.

Wer eine Alternative zum Pflegeheim sucht, kann sich bei der Pflegevermittlung danach erkundigen. Die oftmals günstigere häusliche Pflege wird von vielen Pflegebedürftigen gern beansprucht. Hier kommt der Pflegedienst nur zwei bis drei Mal am Tag in die Wohnung des Bedürftigen. Dass dies keine 24 Stunden Seniorenpflege ist, spiegelt sich auch im Preis wieder. Ca. 1.500 Euro kostet eine solche häusliche Altenpflege. Für viele Senioren ist diese teilweise Unterstützung vollkommen ausreichend, weil sie größtenteils noch von den eigenen Verwandten betreut werden. Für die nötigsten Dinge des Alltags reichen zwei bis drei kurze Besuche der Arbeitskräfte meist aus.

Die Idee, dafür Personal aus dem Ausland zu gewinnen, ist keine schlechte. Schließlich fehlen in Deutschland ca. 30.000 Fachkräfte in der Pflegebranche. Nur mit Initiativen, die Schulabgängern die Branche schmackhaft machen, kommt man in kurzer Zeit nicht weit. Altenpfleger ist nicht der gängige Traumberuf eines Realschülers oder Abiturienten, zumal letztere nach einem abgeschlossenen Studium meist ebenso andere Berufswünsche haben, als eine Pflegerin bzw. ein Pfleger im Altenheim zu sein.

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Altenpfleger – kein Job für schwache Nerven

veröffentlicht am 23. Mai, 2012 by in News

Wer meint, im Pflege- und Seniorenheim sei es mit Rollstuhlschieben und Spazierengehen getan, der sei eines Besseren belehrt. Viele der in Pflege befindlichen Senioren leiden an Demenz oder sind körperlich stark belastet, sodass sie den Alltag nicht mehr allein bewältigen können, oder die Verwandten es mit der Pflege so schwer haben, dass sie professionelle Unterstützung benötigen. Der Pflegedienst mit seinen Mitarbeitern kann da Abhilfe schaffen. Doch was muss das Pflegepersonal eigentlich leisten? Wie schwer die tägliche Arbeit im Pflegeheim ist, wird schnell klar, wenn man sich überlegt, was man selbst nicht mehr allein kann, wenn man zum Beispiel im Rollstuhl sitzt. Allein Duschen würde zu einer Tortur werden. Das Pflegepersonal im Altersheim muss aber nicht nur solche Schwierigkeiten meistern. Bei Demenzkranken, die oftmals ebenfalls von Alzheimer geplagt sind, fällt es Angehörigen schwer die Pflege zu übernehmen.

Die Senioren können sich nicht mehr an den Namen oder gar die Person erinnern oder werfen den Verwandten beispielsweise Diebstahl vor, wenn sie Dinge verlegt haben. Das kostet viel Kraft und die Psyche der Angehörigen leidet oft sehr stark darunter. In vielen Fällen bleibt nur der Weg ins Pflegeheim. Aber auch an den Mitarbeitern des Pflegeheims geht es nicht einfach vorbei, wenn die Bewohner geistig abbauen. Zumal das Pflegepersonal sich nicht nur um einen Bewohner kümmern muss. Dann gilt es mit sowas umgehen zu können. Manch einer kann das aber nicht und bekommt im Alter selbst Probleme mit der Psyche. Natürlich gibt nicht nur anstrengende und schlechte Tätigkeitsbereiche im Seniorenheim. Das Pflegepersonal erfreut sich daran, wenn es Senioren sichtlich gut geht. Bei gemeinsamen Veranstaltungen tauscht man sich Erfahrungen und Geschichten aus. Der Job im Pflegeheim kann also auch sehr interessant und spannend sein. Dennoch gilt es oft, über seinen eigenen Schatten zu springen. Die zwischenmenschlichen Barrieren und Schamgrenzen werden täglich überschritten. Für Neueinsteiger kann es sehr schnell zum Knockout-Kriterium werden, wenn sich geistig behinderte Senioren wie Kleinkinder benehmen. Aber gerade das macht den Job Pfleger im Altenheim so wichtig. Denn viele Familien habe kein Verständnis für solches Verhalten oder kommen damit nicht klar. Diesen Senioren ein zu Hause zu geben, ist ebenfalls eine der Hauptaufgaben des Pflegepersonals. Natürlich kann eine solche 24 Stunden Seniorenbetreuung das nicht 100-prozentig gewährleisten, dafür ist es umso erfreulicher, wenn die Pflegebedürftigen Spaß haben und Dankbarkeit zeigen.

Die Mitarbeiter im Altenheim haben keinen einfachen und stellenweise gering vergüteten Job. Dafür, dass sie diesen Job trotzdem Tag für Tag machen, sollten nicht nur die Bewohner im Pflegeheim dankbar sein.

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Schülerprojekt startet zum Weltpflegetag

veröffentlicht am 21. Mai, 2012 by in News

Ein Schülerprojekt namens “Schulnetzwerk Altenpflege” feierte seine Geburtsstunde am 11. Mai 2012. Pünktlich zum weltweiten Tag der Pflege (12. Mai) hatten Schüler die Möglichkeit, sich über den immer wichtiger werdenden Berufszweig der Altenpflege zu informieren. Unzählige Schüler fanden sich in den Pflegeeinrichtungen ein, um direkt einen Eindruck von der Situation rund um den Beruf des Altenpflegers zu bekommen. Die Leiter der Seniorenheime nahmen sich Zeit und eröffneten teilweise kleine Diskussionsrunden mit Bewohnern, Schülern, Jugendlichen und dem Pflegepersonal. Für einige der Gäste festigte sich der Berufswunsch des Altenpflegers oder der Altenpflegerin. Primär geht es im Pflegeheim darum, den Bewohnern ein schönes Leben zu bieten und nicht das Essen zu reichen oder sie zu waschen. Ob Theorie und Praxis übereinstimmen, können die Schüler bei einem Praktikum in einer der Einrichtungen herausfinden.

Eines steht jedoch fest, die Pflegeheime werden immer moderner, nicht nur was die Ausstattung anbelangt. Ebenso folgt der Tagesablauf schon lange keinem festen Schema mehr. Die Senioren sind frei in ihrer Tagesplanung was beispielsweise Essen und Aufstehen angeht. Jedoch ist das nicht in allen Einrichtungen möglich. Im Bereich der Krankenpflege ist dies schwer zu gewährleisten, da viele der Pflegebedürftigen bettlägerig sind oder sich nicht allein waschen können. Ebenso verhält es sich in Pflegeheimen für geistig oder körperlich behinderte Menschen. Hier muss der Pflegedienst die Bewohner permanent beaufsichtigen. Das Leben, wie im großen Wohnheim für Senioren, die am Nachmittag zusammen im grünen Garten Schach spielen, gibt es wohl wirklich nur in Einrichtungen, in denen die Senioren relativ selbstständig und unternehmungslustig sind. In solchen Fällen bietet sich jedoch die häusliche Pflege an, bei der das Pflegepersonal ein bis drei Mal am Tag zu den Senioren nach Hause kommt und nach ihnen sieht. Das ist die wesentlich günstigere Variante.

Die Initiative versucht dem Arbeitskräftemangel in der Branche der Pflege entgegen zu wirken. Altenpfleger oder -pflegerin ist kein Berufswunsch, den viele Jugendliche an deutschen Schulen hegen. Ein physisch und psychisch anstrengender Job, der zudem vielerorts nicht besonders gut bezahlt wird. So ist der Job im Altenheim vorwiegend in den Köpfen der Menschen verankert. Klar, dass es dabei schwer fällt, genügend Nachwuchskräfte für die Kranken- und Altenpflege zu gewinnen. In vielen Einrichtungen in Deutschland ist das Pflegepersonal stark überlastet. Zudem fällt der Zivildienst weg, der teilweise für sehr viel Entlastung sorgte. Ein Plus für junge Mütter sind die sehr variablen Arbeitszeiten in der Altenpflege. Durch das Schichtsystem ist es möglich, viel Zeit mit dem eigenen Kind zu verbringen.

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Mehrgenerationenhäuser – Alternative zum Altersheim

veröffentlicht am 18. Mai, 2012 by in News

Vor dem Hintergrund der drohenden Altersarmut wird es für viele der zukünftigen Rentner und Senioren ein zunehmendes Problem geben: Die Unbezahlbarkeit der Altenpflege. Steigende Zahlen bei den Senioren und sinkende Zahlen bei den Angestellten in der Pflegebranche lassen nur den Schluss zu, dass professionelle Pflege im Altersheim oder Pflegeheim zukünftig immer teurer wird. Deshalb werden immer wieder neue Modelle ausprobiert, die eine Alternative zum Altenheim bieten sollen. Eine recht erfolgreiche Variante ist dabei das Mehrgenerationenhaus. Hier wohnen und treffen sich Menschen verschiedensten Alters. Ob Jugendliche, Kinder, Arbeitstätige, die mitten im Leben stehen oder Senioren, jeder ist willkommen. So wird nicht nur der Vereinsamung im Alter entgegengewirkt, ebenfalls wird der Generationskonflikt auf eine Art und Weise gelöst, die recht sinnvoll ist. Die unterschiedlich alten Menschen müssen lernen, miteinander zurecht zu kommen, die Wünsche und Vorlieben des jeweils anderen zu akzeptieren und Kompromisse zu schließen. Das lernt man am besten, wenn man zusammen wohnt und lebt.

Sicherlich haben viele Menschen damit in der ersten Zeit Probleme, seien es die Jugendlichen, die eher aktiv sind und Spaß haben wollen oder die Senioren, die eher das ruhige Leben bevorzugen. Man lernt sich gegenseitig kennen, zu respektieren und zu akzeptieren. Das zeigen die vielen guten Beispiele an Mehrgenerationenhäusern in Deutschland. Zudem würde der Pflegedienst entlastet werden, weil auch die Nachbarn einmal nach der “Oma von nebenan” sehen können und nicht jedes Mal das Pflegepersonal kommen muss. Das spart zudem bares Geld. Neben dem finanziellen Aspekt sprechen auch andere Dinge für die Mehrgenerationenhäuser. Beispielsweise lernt man neue Freunde kennen oder lernt Dinge voneinander. Jugendliche lernen von den Senioren beispielsweise Wichtiges für das spätere Leben und die Senioren ihrerseits lernen die Jugend von heute zu verstehen und bleiben auf dem Laufenden. Zudem wird durch den permanenten Kontakt zwischen den Generationen der Prozess des geistigen Alterns deutlich verlangsamt. Nicht zuletzt steht natürlich ebenfalls der Spaß auf der Tagesordnung. Im offenen Treff der Mehrgenerationenhäuser wird zusammen gegessen, gespielt und gelebt.

Ein solches Konzept funktioniert natürlich nur, wenn die Senioren noch aktiv am Leben teilnehmen können und nicht auf permanente Aufsicht oder Pflege angewiesen sind. Selbstverständlich ist es möglich, dass ab und an die Tagespflege zu Besuch kommt und sich um das Wichtigste kümmert. Dennoch ist es bei einer 24 Stunden Seniorenpflege selten für die Pflegebedürftigen möglich, allein zu wohnen oder allein eine solche Begegnungsstätte zu besuchen. Für fitte Senioren ist diese Alternative zum betreuten Wohnen jedoch sehr empfehlenswert, wenn es darum geht, im Alter Spaß zu haben und auch fit zu bleiben.

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12. Mai – Internationaler Tag der Pflege

veröffentlicht am 12. Mai, 2012 by in News

Welchen Stellenwert die Betreuung und Pflege von Bedürftigen hat, zeigt die Existenz eines Internationalen Ehrentages. Am 12. Mai ist der Internationale Tag der Pflege. Dies ist durchaus berechtigt. Das allein verdeutlicht der Tagesablauf vom Pflegepersonal.

Am Morgen werden die zu pflegenden Bewohner des Pflegeheims geweckt und je nach Bedarf gewaschen oder beim Waschen beaufsichtigt. Bei körperlich behinderten Menschen ist das nicht so leicht, da hier teilweise körperlich schwere Arbeit nötig ist. Im Normalfall ist es so, dass ein Betreuer mehrere Bewohner am Morgen zu wecken und zu waschen hat. Aufgrund des Mangels an Pflegepersonal sind die Mitarbeiter so schon in den frühen Morgenstunden überlastet oder müssen die Bewohner sehr zeitig wecken, um alle rechtzeitig zum Frühstück aus dem Bett geholt zu haben. In Pflegeheimen für körperlich und geistig behinderte Menschen ist es oft so, dass diese vollkommen umsorgt werden müssen.

Der nächste Punkt der Tagesordnung ist die Zubereitung des Frühstücks. Die Pflegebedürftigen das Essen selbst zubereiten zu lassen, ist in vielen Fällen aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Mancherorts gibt es jedoch einen Küchendienst, der von den Bewohnern selbst bewerkstelligt wird und das Pflegepersonal unterstützt. Gerade die älteren Bewohner im Pflegeheim sollten mit eingebunden werden, damit sie im Alter langsamer geistig abbauen. Dennoch ist auch hier selten Unterstützung zu erwarten. Nach dem Frühstück ist für das Pflegepersonal häufig Hausarbeit angesagt. Viele Altenheime waschen die Wäsche der Bewohner selbst, um Geld zu sparen. Auch auf einen Reinigungsdienst verzichten viele. Zudem kommen Arztbesuche hinzu, zu denen die Bewohner gebracht werden müssen. Daneben haben die Bewohner Wünsche und Bedürfnisse, wie zum Beispiel der Stuhlgang, die vom Pflegepersonal nicht missachtet werden dürfen.

Nachdem die Hausarbeiten erledigt sind, folgt meist schon das Mittag, welches von einer zentralen Küche zubereitet oder von externen Unternehmen gebracht wird. Meist gibt es einen zentralen Saal, in dem alle Bewohner ihre Mahlzeiten zu sich nehmen. Aber auch hier muss manchen das Essen gereicht werden.
Der Nachmittag verläuft ähnlich wie der Vormittag. Wenn die Mitarbeiter der 24h Seniorenpflege noch Arbeit vom Vormittag übrig haben, ist jetzt Zeit, diese zu erledigen. Manche Bewohner nehmen an Gemeinschaftsaktivitäten teil, zu denen sie gebracht werden müssen. Nach dem Abendessen erfolgt die Abendhygiene.
Anschließend werden die Bewohner ins Bett gebracht oder beschäftigen sich anderweitig. Bei einem solch durchstrukturierten und durchgeplanten Tag und dem Problem des Personalmangels, ist es für die Mitarbeiter oft nicht möglich, selbst eine längere Pause einzulegen.
Der Internationale Tag der Pflege hat also durchaus seine Berechtigung.

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Betreutes Wohnen – Eine Alternative zum Pflegeheim?

veröffentlicht am 11. Mai, 2012 by in News

Viele Senioren haben Angst davor, einmal ein Pflegefall zu werden. Der Gedanke an die Hilflosigkeit macht dem Großteil der Gefährdeten zu schaffen. Ist es erst einmal soweit, wirft das im ersten Moment viele Fragen auf, auf die es so schnell keine Antwort gibt. Allein die Frage nach der richtigen Seniorenbetreuung will gut überlegt sein. Soll es die 24 Stunden Seniorenbetreuung im Pflegeheim sein oder vielleicht doch die häusliche Altenpflege? In den vergangenen Jahren versuchte sich zunehmend eine Zwischenlösung dieser beiden Extreme zu etablieren. Bei dieser Form des betreuten Wohnens können sich die Pflegebedürftigen das Leben in einer eigenen Wohnung erhalten und im Bedarfsfall dazu die Pflege beanspruchen. In der Nähe der dafür speziell ausgestatteten Objekte befindet sich meist ein Pflegedienst oder ähnliches, damit die Senioren zeitnah versorgt werden können und die Fahrtwege nicht zu lang sind.

Auf diesem Weg können die Senioren die Verantwortung für sich selbst tragen und das Risiko eines Notfalls reduziert sich durch die Nähe des Pflegedienstes. Ein weiterer Vorteil dieser Alternative zum Pflegeheim ist, dass in diesen Objekten ausschließlich Senioren wohnen und keine Jugendlichen, die permanent Partys veranstalten oder bis spät in die Nacht laut fernsehen. Sind die Senioren unter sich, heißt das zwar noch nicht, dass es zwischen den Nachbarn keinen Streit gibt, dennoch sollten aufgrund des ähnlichen Alters mehr gemeinsame Interessen bestehen, als in normalen Wohngebäuden.

Selbstverständlich ist diese Lösung nicht für jedermann geeignet. Ist der Pflegebedürftige bettlägerig oder an den Rollstuhl gefesselt, ist der Alltag von ihm allein nur selten zu bewältigen. Im ersten Fall sollte man ernsthaft über eine stationäre Pflege im Pflegeheim nachdenken. Im zweiten Fall kann es, je nach körperlicher Befindlichkeit des Betroffenen, schon ausreichen, einen Pflegedienst für die häusliche Pflege zu beauftragen. Junge Rollstuhlfahrer können sich teilweise sehr gut selbst versorgen und benötigen für den Alltag keine Hilfe. Lässt jedoch im Alter die Kraft nach, ist es von Vorteil, eine helfende Hand an der Seite zu haben.

Bei der Suche nach einem Objekt für das betreute Wohnen sollte man Schritt für Schritt vorgehen. Zunächst gilt es, sich zu informieren, wo im Umkreis solche Wohneinrichtungen zu finden sind. Als zweiten Schritt sollte man diese besichtigen und schauen, welche einem am besten gefallen. Danach werden die Angebote verglichen und das Beste ausgesucht. Jetzt gilt es nur noch, den Mietvertrag zu unterschreiben. Dabei ist darauf zu achten, dass es neben dem Mietvertrag auch einen Betreuungsvertag gibt, welcher mit dem Träger der Seniorenbetreuung geschlossen wird.

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Der frühe Pflegefall

veröffentlicht am 10. Mai, 2012 by in News

Nicht immer sind es nur Senioren oder alte Menschen, die pflegebedürftig werden. In der heutigen modernen und schnellen Welt passiert es immer häufiger, dass auch junge Menschen zum Pflegefall werden. Gerade bei diesen Gruppen ist es besonders dramatisch. Zwar haben diese noch die Kraft, beispielsweise für ein Leben im Rollstuhl. Dennoch gibt es Fälle, in denen es Komplikationen gibt. Meist sind die Eltern der Betroffenen noch abreitstätig, was eine private häusliche Pflege, als Alternative zum Pflegeheim, unmöglich macht. Bei Senioren ist es oft so, dass die Kinder der Pflegebedürftigen größtenteils selbst fast Rentner sind und somit mehr Zeit aufbringen können. Bei der Pflege junger Menschen ist das anders. Hier spielt auch der emotionale Aspekt eine große Rolle. Viele Eltern haben Probleme damit, ein pflegebedürftiges Kind groß zu ziehen. Zudem haben Sie durch den Beruf und die finanzielle Belastung sehr großen Druck auf ihren Schultern zu lasten. Hier besteht die Gefahr, dass selbst die Eltern psychische Erkrankungen erleiden. Darum ist die Unterstützung vom Pflegedienst gerade für junge Familien von großer Bedeutung. Haushaltshilfen und finanzielle Unterstützung gibt es teilweise von den Pflegekassen, jedoch muss man für eine 24 Stunden Pflege meist viel Geld drauf zahlen. Plätze im Pflegeheim sind dazu Mangelware. Der Fokus der Betreuung pflegebedürftiger Personen liegt auf den Senioren. Für diese werden extra Heime für betreutes Wohnen gebaut, in welche dann auch nur Senioren einziehen.

Bei jungen Menschen muss der Pflegedienst auf ganz andere Dinge eingehen. Die Bedürfnisse zwischen jungen und alten Personen können sehr stark schwanken. Viele Senioren wollen einfach nur ihre Ruhe haben und allein oder mit gleichaltrigen Partnern oder Freunden den Lebensabend genießen. Bei Pflegebedürftigen, die in frühen Jahren eine Betreuung benötigen, ist das Pflegepersonal mehrfach auf sozialer Ebene gefordert. Die zu pflegenden Personen wollen meist noch etwas erleben, verreisen, feiern und Spaß haben. Mit Sicherheit gibt es Senioren, die ebenfalls solche Bedürfnisse haben, dennoch trifft dieses Verhalten eher auf Jüngere zu. Nicht jede Tagespflege oder jedes Pflegeheim kann solchen Anforderungen gerecht werden. Darum sollte man sich bei der Pflegevermittlung erkundigen, ob es Pflegeheime gibt, die sich auf solche Fälle spezialisiert haben. Die Kosten für die Betreuung junger Menschen sind oftmals höher als die für Senioren. Diese Betreuung ist aufgrund der eben genannten Umstände meist umfangreicher und somit auch teurer. Ein ebenso kostentreibender Faktor ist, dass für diese 24 Stunden Pflege häufig kein normales Pflegepersonal ausreicht, sondern medizinisch ausgebildete Krankenschwestern oder Krankenpfleger notwendig sind. Diese haben in der Regel höhere Gehaltsansprüche.

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Knappes Personal macht Altenpflegeplätze rar

veröffentlicht am 09. Mai, 2012 by in News

Immer weniger Menschen suchen ihre berufliche Bestimmung in der Altenpflege. Das hat damit zu tun, dass der anstrengende Job in der Gesellschaft kaum Anerkennung findet und zudem relativ schlecht bezahlt wird. Darum fällt es den Pflegediensten immer schwerer gut qualifiziertes Personal zu finden. Deutschlandweit mangelt es an Pflegepersonal. Die Einrichtungen schaffen es kaum, sich ausreichend um die Pflegebedürftigen zu kümmern. Diese Tendenz scheint sich weiter zu verstärken. Heutzutage gibt es in Berlin schon 100.000 Pflegebedürftige. Diese Zahl soll sich bis zum Jahr 2030 um 70% erhöhen. Das ist nicht verwunderlich. Die Zahl der alten und pflegebedürftigen Menschen in Deutschland steigt aufgrund der immer besseren Medizinischen Versorgung stetig an. Das sorgt dafür, dass sich das Verhältnis zwischen jung und alt immer mehr in Richtung der Alten verschiebt.

Kommt es dazu, dass in einem Altersheim eine Stelle für Pflegepersonal frei wird, dauert es meist bis zu vier Monaten, bis die Stelle wieder besetzt ist. Mit der Abschaffung der Wehrpflicht und damit auch des Zivildienstes, verschärft sich dieser Umstand weiter, da die Zivildienstleistenden eine spürbare Entlastung für den Pflegedienst darstellten. Durch die langen Schul- und Studienzeiten können es sich kaum noch junge Männer leisten, ein freiwilliges, soziales Jahr einzulegen. Das zwingt die Unternehmen, die häusliche Pflege oder stationäre Pflege anbieten, sich andere Lösungen für das Problem auszudenken. Ein Lösungsweg sind Leasing- bzw. Honorarverträge. Eine andere Lösung ist Mund-zu-Mund-Propaganda. Dabei werden den Mitarbeitern des Pflegedienstes Prämien versprochen, sofern diese für einen neuen Mitarbeiter sorgen. Mancher Pflegedienst sah sich in der Vergangenheit gezwungen, angenommene Aufträge zur Pflege von Senioren an einen anderen Pflegedienst auszulagern. Vor einiger Zeit konnten die Lücken beim Pflegepersonal durch die Fachkräfte ausgeglichen werden, die durch die Reduzierung der Betten in Krankenhäusern frei wurden. Auch das ist heute nicht mehr möglich, da der Abbau in den Krankenhäusern weitgehend abgeschlossen ist. Bekommen die Pflegeeinrichtungen das Problem nicht selbst in den Griff, wird wohl oder übel der Staat einspringen müssen.

Würde man die Löhne für Pflegepersonal anheben, wird der Job zunehmend attraktiver, was zu mehr Auszubildenden in diesem Bereich führt. Jedoch führt dies ebenfalls zu steigenden Kosten für das Pflegeheim, welches die Löhne natürlich auf den Preis für einen Platz im Seniorenheim aufschlägt. Da aber gleichzeitig die Renten sinken und viele der heute noch Arbeitstätigen der Gefahr der Altersarmut ausgesetzt sind, können sich viele der pflegebedürftigen Senioren gar keinen Platz im Pflegeheim mehr leisten. Eine 24 Stunden Seniorenbetreuung kann in Zukunft also zum Luxusgut werden.

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