Die Wohnung als Pflegeplatz, was Sie beachten sollten
veröffentlicht am 08. Feb, 2012 by Felix in News
Für viele Angehörige von Senioren, die im hohen Alter nicht mehr für sich selbst sorgen können, ist das Altersheim keine Option für die letzten Jahre ihrer Familienmitglieder. Das kann unterschiedliche Gründe haben. Zum einen die finanziellen, da ein Platz im Pflegeheim sehr teuer werden kann. Zum anderen auch persönliche Gründe, wenn man die eigenen Eltern oder Großeltern nicht ohne Weiteres in eine fremde Umgebung zu fremden Personen geben will. Darum nehmen viele Angehörige die Altenpflege selbst in die Hand und kümmern sich um die Senioren im eigenen Haushalt. Dies ist in vielen Fällen eine gute Alternative zum Altenheim oder zur 24 Stunden Pflege. Dennoch gibt es einige Dinge zu beachten, wenn die eigene Wohnung zum Pflegeplatz wird. Die wichtigsten Punkte dabei sind die folgenden:
Die Senioren verfügen im zunehmenden Alter immer weniger über Mobilität. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, diese in die unteren Stockwerke der Wohnung umziehen zu lassen. Das erspart den Senioren umständliches Treppensteigen.
Ein zweiter Punkt, der bei der Betreuung im Alter wichtig ist, ist die altersgerechte Behausung. Auf der Toilette sollten beispielsweise Haltegriffe angebracht werden. Zwischen Matratze und Bettlaken benötigt man häufig Gummiunterlagen. Zudem gibt es viele andere Haushaltshilfen, die den Senioren das tägliche Leben erleichtern.
Sollte es zu dem Fall kommen, dass der oder die Pflegebedürftige bettlägerig wird und eine Krankenpflege benötigt, bietet es sich, an ein spezielles Bett zu kaufen, welches über eine hochklappbare Rückenlehne für Mahlzeiten oder Platz für medizinisches Gerät verfügt.
In vielen Fällen kommt zur Unterstützung der Angehörigen ein Pflegedienst, der bei der 24 Stunden Seniorenbetreuung hilft. Das Pflegepersonal wird oftmals über eine Pflegevermittlung zur Verfügung gestellt. Dieser Pflegedienst benötigt, für den Fall, dass die Angehörigen nicht zu Hause sind, natürlich einen Schlüssel zur Wohnung. Aus diesem Grund sollte man dem Personal der Tagespflege ein hohes Maß an Vertrauen entgegenbringen.
Um den Angehörigen der Betroffenen die Pflege zu erleichtern, kann man Senioren auf Hilfebedürftigkeit überprüfen lassen. Dabei werden ältere Menschen nach Pflegestufen eingeteilt. Je nachdem, welcher Stufe man zugeteilt wird, bekommen die Angehörigen vom Staat eine finanzielle Unterstützung, um die nicht von der Krankenkasse getragenen Mehrkosten zu kompensieren. Beachtet man all diese Dinge, kann eine private Versorgung und Pflege der Senioren im eigenen Haus eine durchaus lohnende Alternative zum Seniorenheim sein, einerseits auf persönlicher, emotionaler Sicht, andererseits auch aus finanzieller Sicht. Die Altenpflege zu Hause ist zudem auch für viele Pflegebedürftige angenehmer, da sie sich nicht an das fremde Umfeld gewöhnen müssen und ihre Privatsphäre nicht von fremden Personen gestört wird.
